Rodenberg am Rande des Wahnsinns

Immer mehr Leute haben den Weg nach Rodenberg gefunden, in die letzte sichere Bastion in dieser unwirklichen Welt. Merkwürdige Gestalten liefen weiterhin draußen rum und dazu die wachsende Gefahr durch die Strahlung. Und plötzlich war unser Haus voll. Geistliche, Jäger, Ärzte, Handwerker und viele weitere Menschen, alle waren auf einmal da. Wie aus dem nichts.

Nach und nach wurden alle untersucht, sie bekamen unsere letzten Vorräte an Jodtabletten um die Strahlenkrankheit ein bisschen abzuschwächen. Viele waren schon lange unterwegs einige hatten Verletzungen, physisch wie psychisch, andere waren gut zurecht.

Jeder hatte aber seine eigene Geschichte. Jeder hatte sein Päckchen zu tragen und auf einmal wurden alle in ein Haus "gesperrt". Die Luft war wie elektrisiert, es war wieder mehr Leben im Haus. Aber auch Missgunst, Misstrauen und Missverständnisse schwirrten im Raum umher. Wir hatten auch eine "infizierte" sie stellte eine Gefahr für uns alle da, sie wollte nicht gehen...die Black Lanterns Security - unser Sicherheitsdienst - hat sich dann darum "gekümmert". Sie wurde von ihnen "weggeschafft".

Als sei das nicht schon für sich ein schrecklicher Auftakt, nein, kurz darauf gab es im Erdgeschoss einen Durchbruch der Zombies, dann Geschrei - ein Knall. Unsere Dekontaminationsschleuse wurde dabei in die Luft gesprengt, unser Arzt verstarb und nur noch der Sicherheitschef war am Leben - schwer verletzt. Die Tür zum Keller wurde irreparabel beschädigt, unser Haus war jetzt nicht mehr sicher. Wir mussten uns nun selber helfen und jeder Einzelne war gezwungen mit dem Nächsten zusammen zu arbeiten.

Mutige machten sich noch am Abend auf den Weg nach Draußen, um alle Materialien für die Wasseraufbereitungsanlage zu besorgen, welche durch Dr. Rasmussens Aufzeichnungen gefunden werden konnten. Auch das Wasser musste geholt werden. Es wurden die letzten Strahlenschutzanzüge gefunden und genutzt - aber auch unser Jodtablettenvorrat wurde weiter geschmälert.

Während sich einige für das Gemeinwohl in Gefahr brachten wurde anderer Orts debattiert. Es wurde darüber schwadroniert welche Schritte als nächstes gemacht werden müssen, wie wir die Vorräte sammeln können um evakuiert zu werden, denn das wurde uns vorher per Funkspruch zugetragen. Wasser war nun kein großes Problem mehr, zwar schwerlich aber machbar. Aber Essen war nicht genug für alle da. Neben all diesen Widrigkeiten hatte sich unbemerkt ein Mörder unter uns gemischt. Fast jeder kam ins Fadenkreuz des Detektives und des Polizisten und zu allem Überfluss wurden auch noch wichtige Forschungsnotizen entwendet. Aber über all das konnte man "gemütlich" diskutieren.

Die ganze Nacht wurde dann damit verbracht die Forschungsnotizen und den Mörder zu finden, nebenbei musste immer wieder Wasser durch die Filteranlage laufen und der Hunger wurde immer größer. Die Aggressivität stieg, die Luft geschwängert von Angst, Wut, Trauer und Hoffnungslosigkeit. Zusätzlich noch die stetige Gefahr der Zombies, die ins Haus eindringen konnten.

Am nächsten Morgen spitzte sich die Lage zu, über Nacht hat sich jemand selbst gerichtet und der Mörder war weiterhin auf freiem Fuß. Ein anderer wusste wo die Forschungsnotizen sind, aber wollte nicht mit der Sprache rausrücken. Es kam zu Gewalt, innerhalb unseres sicheren Hauses. In unserem zu Hause. Es entspannte sich etwas als Hoffnung aufflammte durch Nachrichten, die an Zombies geheftet waren. Scheinbar hatten es ein paar Menschen in den umliegenden Wald geschafft und boten Vorräte gegen Schutz. Ein Lichtblick. Reichen nun die Vorräte zur angekündigten Evakuierung am Nachmittag?

Dann kam endlich, der erlösende Funkspruch. Nach 24h der Hoffnungslosigkeit ein Funkspruch vom Evakuierungstrupp! Ich war begeistert, die anderen wollten sich aber nicht zu früh freuen. Der Mörder war immer noch nicht gefasst. Durch die Zombieangriffe und die Morde wurden wir binnen dieser kurzen Zeit schon dezimiert. Dann kamen sie – Der „Evakuierungstrupp“. Alles ein abgekartetes Spiel der Badgers. Den Plünderern, vor denen wir sogar gewarnt wurden, die vor einem halben Jahr bereits den Wissenschaftler gegen Menschen tauschten. Sie trieben alle wie Vieh zusammen, nahmen alle als Geiseln, machten eine Auslese, wer "eingereiht" werden soll. Neben dem Mörder, hatten wir auch noch einen Maulwurf, nicht nur einen. Ein paar wenige konnten mit dem letzten Überlebenden von Black Lantern Security durch den Keller entkommen.

... und ich lag am Boden, eine Etage tiefer - ich wurde vorher des Mordes verdächtigt. Aber ich wusste wer der Mörder war, niemand glaubte mir, außer meiner Zimmernachbarin, die zu dem Zeitpunkt bei mir war. Er schlug uns nieder. Mit einem Eisenrohr. Ich hörte unsere Krankenschwester nach mir rufen - weit entfernt. Das Gebrüll der Badgers, die schnellen Schritte der anderen. Es war kalt auf dem nackten Boden. Mein Körper fühlte sich taub an. Ich hörte nichts mehr. Und dann wurde alles schwarz um mich herum.​

... und ich lag am Boden, eine Etage tiefer - ich wurde vorher des Mordes verdächtigt. Aber ich wusste wer der Mörder war, niemand glaubte mir, außer meiner Zimmernachbarin, die zu dem Zeitpunkt bei mir war. Er schlug uns nieder. Mit einem Eisenrohr. Ich hörte unsere Krankenschwester nach mir rufen - weit entfernt. Das Gebrüll der Badgers, die schnellen Schritte der anderen. Es war kalt auf dem nackten Boden. Mein Körper fühlte sich taub an. Ich hörte nichts mehr. Und dann wurde alles schwarz um mich herum.​

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